Börsen ABC

Börsen ABC

A

Abgabedruck:
Das Angebot an Wertpapieren übertrifft die Nachfrage sehr deutlich und hat dadurch Kursverluste zur Folge. Diese Börsensituation kann sich sowohl auf eine Aktie, Index oder sogar einen Rohstoff beziehen.

Ad-hoc-Publikation:
Kursrelevante Nachrichten, die börsennotierte Unternehmen unverzüglich veröffentlichen müssen, um diese möglichst allen Marktteilnehmern zur selben Zeit zugänglich zu machen. Diese Meldungen laufen über die sogenannten Ticker, Nachrichtenprotale die die Nachrichten in Echtzeit zur Verfügung stellen. (Profitool).

Agio:
Siehe Aufgeld.

Akkumulieren:
Form der Einstufung einer Aktie durch Analysten von Banken und Brokerhäusern; hier: der Wert wird sich wie der Gesamtmarkt entwickeln (sogenannter Marktperformer). Es wird empfohlen die Aktie aufzustocken.

Aktie:
Dieser Anteilsschein verbrieft das wirtschaftliche Miteigentum an einer Aktiengesellschaft. Der Preis der Aktie selbst wird jeweils im Börsenhandel durch Angebot und Nachfrage neu gebildet. Der Aktieneigentümer kann sowohl die Dividende beziehen als auch von einem steigenden Kurswert profitieren.

Aktienanalyse:
Untersuchen von Aktien bzw. der Aktiengesellschaft, als Entscheidungskriterium für Käufe, aber auch Verkäufe. Dabei unterscheidet man zwischen Fundamentalanalyse und der technischen Analyse.

Aktiengesellschaft:
Ist eine Kapitalgesellschaft mit eigener Rechtspersönlichkeit (juristische Person), deren Aktionäre mit ihren Einlagen auf das Grundkapital beteiligt sind und auch ausschließlich mit dieser Einlage haften. Die Aktiengesellschaft ist im Handelsregister eingetragen. Vorstand, Aufsichtsrat und Hauptversammlung bilden die Organe der Aktiengesellschaft.

Aktienindex:
Siehe Index.

Aktiensplit:
Maßnahme einer Aktiengesellschaft, um den Aktienkurs optisch "billiger" zu machen, Beispiel: Aktiensplit im Verhältnis 3 zu 1, bedeutet, dass man drei Aktien für eine Aktie bekommt; der Kurs wird dabei durch drei geteilt; hat für den Aktionär keinerlei Wertänderung seines Aktienbestands zur Folge. Damit werden gerne teurere Aktien verbilligt.

All-Time-High:
Bezeichnet den historisch höchsten Kurs eines Wertpapieres, eines Index, eines Rohstoffes, eines Futures oder einer Währung.

All-Time-Low:
Gegensatz zu All-Time-High; bezeichnet das jeweils niedrigste Kurs- oder Preisniveau.

Analyst:
Fachmann, der unter Zuhilfenahme der technischen Wertpapieranalyse und/oder der Fundamentalanalyse die gegenwärtige Situation, aber auch die Perspektiven einer Aktiengesellschaft untersucht und daraus die mögliche Kursentwicklung abzuleiten versucht.

Arbitrage:
Erkennen und Ausnutzen von Preisungleichheiten/-Ungleichgewichten bei Wertpapieren, Optionsscheinen bzw. Optionen und Futures. Häufig bei Aktie die im In und Ausland gelistet sind.

ASK:
bezeichnet den Kurs, zu dem ein Wertpapier nachgefragt wird; siehe auch BID

ATX:
Wichtigster österreichischer Aktienindex,der 23 Aktien beinhaltet

Ausgabeaufschlag:
Kosten, die beim Erwerb von Investmentfonds zusätzlich anfallen. Die Höhe dieser einmaligen Gebühr ist in den Vertragsbedingungen des jeweiligen Fonds festgelegt. Kommt fast nur bei Fonds und Zertifikaten vor.

B

Bär/ Bearish:
Anleger mit pessimistischer Markterwartung; Bezeichnet die Markterwartung eines Anlegers, der tendenziell mit eher fallenden Kursen rechnet; Gegensatz zu bullish; Gegensatz zu Bulle.

Baisse:
Bezeichnet eine länger andauernde Börsenphase, die gekennzeichnet ist durch regelmäßige Kursverluste. Gegenteil: Hausse.

Basisinstrument:
Finanzinstrument wie z. B. ein Index, aus dem eine Option oder ein Optionsschein abgeleitet wird.

Benchmark:
Vergleichsgröße, die einem Fonds oder Portefeuille als Orientierungsgröße bzw. "Messlatte" gegenübergestellt wird, z.B. eine Aktie wird mit einem Index wie den DAX verglichen, von der Performance her.
 
Bestens:
Unlimitierter Verkaufsauftrag, d. h., das Wertpapier soll zum nächsten an der Börse zustande kommenden Kurs verkauft werden.

BID:
bezeichnet den Kurs, zu dem ein Wertpapier angeboten wird; siehe auch ASK.

Billigst:
Unlimitierter Kaufauftrag; d. h., das Wertpapier soll zum nächsten an der Börse zustande kommenden Kurs gekauft werden.

Blue Chip:
Bezeichnet eine Standardaktie mit hohem internationalem Ansehen wie z. B. DaimlerChrysler

Börsenmakler:
Berufsmäßiger Vermittler von Börsengeschäften

Briefkurs:
Zu diesem Kurs wird ein bestimmtes Volumen eines Wertpapiers zum Verkauf angeboten. Siehe auch Geldkurs, Kurszusatz.

Broker:
Berufsbezeichnung für Makler, die an den Börsen Kundenaufträge durchführen.

Bulle -/bullish:
bezeichnet die Markterwartung eines Anlegers, der tendenziell mit eher steigenden Kursen rechnet; Gegensatz zu bearish. Anleger mit optimistischer Markterwartung; Gegensatz zu Bär

C

Call:
Übliche Bezeichnung für eine Kaufoption, die während einer bestimmten Laufzeit das Recht verbrieft, ein vorgegebenes Basisinstrument zu einem festgelegten Preis zu erwerben. Siehe auch Put.

Candlestick:
ist eine Darstellungsform von Kursveränderungen für die technische Chartanalyse. Der Körper der Kerze zeigt die Differenz zwischen Eröffnungs- und Schlusskurs an. Sind die Kurse gestiegen, wird der Körper grün, fallen sie, werden sie rot dargestellt. Alternativ werden steigende Kurse auch durch einen weißen Körper, und fallende durch einen schwarzen Körper dargestellt. Die Dochte an der Kerze, die oben und unten angezeigt werden, stellen die Höchst- und die Tiefstkurse dar. Der Ursprung der Kerzenchartanalyse liegt in der japanischen Analysetechnik und hilft, Stimmungen an den Märkten einzuschätzen und entsprechende Voraussagen über zukünftige Kursrichtungen zu treffen.

Cash:
Bezeichnung für kurzfristig zur Verfügung stehende Geldbestände.

Cash-Flow:
Unternehmenskennzahl, die den Liquiditätsüberschuß darstellt; Jahresüberschuß plus Abschreibungen plus Veränderung der langfristigen Rückstellungen geteilt durch die Anzahl der Aktien.

Chart:
Grafische Darstellung von Kursverläufen.

Chartanalyse:
Versuch, aus dem Kursverhalten in der Vergangenheit Rückschlüsse auf zukünftige Kursentwicklungen zu ziehen. Siehe auch technische Wertpapieranalyse.

Commodities:
Sammelbegriff für börsenmäßig gehandelte Rohstoffe.

Courtage:
Maklergebühr für durchgeführte Wertpapiertransaktionen

G

Gap:
Kurslücke, die entsteht, wenn der erste Kurs einer Aktie über bzw. unter dem des Vortages liegt.

Geldkurs:
Zu diesem Kurs ist ein Marktteilnehmer bereit, eine bestimmte Stückzahl eines Wertpapiers zu erwerben. Siehe auch Briefkurs, Kurszusatz.

Geldmenge:
Geldvolumen (Bar- bzw. Sichteinlagen).

Gewinnmitnahme:
Verkauf von Wertpapieren, um Gewinne zu realisieren.

Glattstellen:
Kauf bzw. Verkauf einer Position in Wertpapieren, Devisen oder Optionen, der bewirkt, das man gegenüber einem Geschäftspartner keinerlei Verpflichtungen mehr hat, d.h., die Position wird aufgelöst

Going Public:
(engl.) Fachausdruck für den Gang einer Aktiengesellschaft an die Börse.

Gut behauptet:
Bezeichnet die Kursentwicklung innerhalb eines Handelstages, die geprägt ist von unveränderten bzw. leicht steigenden Kursen.

H

Hausse:
Bezeichnet eine länger andauernde Börsenphase, die gekennzeichnet ist durch regelmäßige Kursgewinne. Gegenteil: Baisse.

Hedge:
Bezeichnet ein Geschäft, das zusätzlich zu einem anderen Geschäft getätigt wird, um das durch das erste Geschäft entstandene Risiko zu begrenzen oder ganz auszuschalten.

I & J

Index:
Ein Index ist eine Größe, die die Entwicklung einer bestimmten Gruppe von Wertpapieren misst.

Intra-Day-Handel:
Handel von Wertpapieren, Devisen oder Derivaten, der innerhalb eines Börsentages stattfindet, zum Handelsschluß sind alle Positionen glattgestellt.

IPO:
"Initial Public Offering", steht für die administrative Umsetzung des Going Public durch eine oder mehrere Banken.
 
Junk Bonds:
Bezeichnung für festverzinsliche Wertpapiere mit schlechter Bonität

K

Kapitalerhöhung:
Erhöhung des Grundkapitals zur Finanzierung der Aktiengesellschaft.

Kassakurs:
(auch Einheitskurs genannt) Kurs derjenigen Wertpapiere, für die börsentäglich nur einmal ein Kurs festgestellt wird; aber auch der Kurs, der für die Wertpapieraufträge ermittelt wird, die im variablen Handel nicht die erforderliche Mindeststückzahl erreichen.

KCV:
Kurs-Cash-Flow-Verhältnis; aktueller Kurswert geteilt durch den Cash-Flow je Aktie; d. h. je niedriger das KCV, desto besser für das Unternehmen.

KGV:
Kurs-Gewinn-Verhältnis; aktueller Börsenwert geteilt durch den geschätzten Gewinn je Aktie, verhält sich analog zum KCV.

Knapp behauptet:
bezeichnet die Tendenz eines Börsentages, der gekennzeichnet ist durch nur sehr geringe Kursverluste.

Konsolidierung:
Bezeichnung für eine eher seitwärts bis leicht abwärts gerichtete Kursentwicklung, die sich als Reaktion auf vorangegangene kräftige Kurssteigerungen anschließt.

L

Leerverkauf:
Siehe bei SHORT; der Verkäufer veräußert Wertpapiere, die er i.d.R. nicht besitzt, sondern von einem Broker geliehen hat und spekuliert damit auf fallende Kurse, dies in der Hoffnung, die Wertpapiere später zu einem niedrigeren Kurs "zurückkaufen" zu können.

Limit:
Der Begriff Limit bezeichnet die Preis- bzw. Kursgrenze, die der Käufer oder Verkäufer von Wertpapieren für den Kauf bzw. Verkauf von Wertpapieren setzt. Bei einem Kauf gibt das Limit den Höchstkurs, beim Verkauf gibt das Limit den Mindestkurs an, den der Kunde für das Wertpapier zu zahlen bereit ist.

Linienchart:
Hier werden die Kassa- oder Schlußkurse zu einer Linie abgetragen. Verbindet man die täglichen Kassa- oder Schlußkurse miteinander zu einer Kurskurve, so entstehen Liniencharts. Dabei wird auf der senkrechten Achse die jeweilige Kurshöhe und auf der waagrechten Achse die Zeit eingetragen.

Liquidation:
Auflösung eines Unternehmens und das anteilige Verteilen des eventuell noch, nach Befriedigung der Gläubiger, übriggebliebenen Restwertes an die Aktionäre

Long– Oder auch , Käufer-Position.
Ist der Begriff für: Wir KAUFEN eine Aktie. Als Beispiel nehme ich Volkswagen (VOW).
Sie sind der Meinung das der Kurs von VOW steigen wird, dies kann verschiedene Gründe haben z.B. Unterbewertet, gute Nachrichten, Trend usw. Wir kaufen VOW für 100,- Euro je Aktie, der Kurs steigt jetzt auf 120,- Euro. Um die Aktienposition aufzulösen, muss die Aktie VERKAUFT werden. Wir verkaufen die Aktie für 120,- Euro und haben beim KAUF 100,- Euro bezahlt. Daraus kommt ein Gewinn von 20,- Euro.
So das ganze Spiel geht aber auch anders herum. Wir haben VOW zu 100,- Euro gekauft und der Kurs entwickelt sich nicht so wie wir es erwarten, der Kurs sinkt auf 80,- Euro. Um nicht noch mehr Geld zu verlieren verkaufen wir jetzt die Aktie zu 80,- Euro. Damit haben wir 20,- Euro verloren.
Bei einer LONG-Position kann man maximal den gesamten Einsatz verlieren.
Long gehen kann man bei jedem Broker bzw. Bank. Es gibt in Deutschland dutzende Broker bzw. Banken bei den man ein Depot beantragen kann. Die Besten sind Vi-Trade und die SINO AG.

M

Market Cap:
Englische Bezeichnung für Marktkapitalisierung. Höhe des Wertes des Unternehmens an der Börse.

Marketperformer:
Marketperformer ist ein Anlageurteil in Bezug auf Aktien. Marketperformer bedeutet, dass sich die Aktien eines Unternehmens auf mittelfristige Sicht nur geringfuegig besser oder schlechter als ein zugrundeliegender Aktienindex entwickeln werden.

Marktkapitalisierung:
Dies ist der Marktwert eines börsennotierten Unternehmens. Man errechnet ihn aus dem Kurswert der Aktie mal der Aktienanzahl.

Momentum:
Momentum ist wie die Stochastik ein technischer Indikator. Im Momentum wird die Geschwindigkeit einer Kursbewegung gemessen. Je höher die Geschwindigkeit einer Kursbewegung desto höher das Momentum und umgekehrt.

N

Nachbörslich:
Wertpapierhandel nach Ende der offiziellen Börsenhandelszeit. Häufig über Lang & Schwarz.

NASDAQ:
Abkürzung für National Association of Securities Dealers' Automated Quotation System; Börsenhandel in New York für Freiverkehr-Werte, die vorwiegend im Technologie-Sektor tätig sind

Nebenwerte:
Übliche Bezeichnung für kleinere und mittlere Aktiengesellschaften, die international weniger bekannt sind

Nikkei-Index:
bekanntester japanischer Aktienindex, der die 225 bedeutendsten Aktiengesellschaften umfasst.

O

Option:
Ein Recht, jedoch nicht eine Verpflichtung, während eines fest vereinbarten Zeitraums ein Kauf-(Call) bzw. ein Verkaufs-(Put)Angebot anzunehmen.

Order:
Anderer Begriff für Kauf- oder Verkaufsaufträge an den Börsen.

OTC-Geschäfte:
Abkürzung für over the counter-Geschäfte; im Gegensatz zu standardisierten Termingeschäften meistens der Handel mit Optionen, die "über die Theke" gehandelt werden und deren Optionsbedingungen ausschließlich und individuell zwischen den Handelspartnern vereinbart worden sind. Wird auch als WILD WEST BOARD bezeichnet…

Out-Performer:
Analysten bewerten Aktien eines Unternehmens als "Outperformer" oder "Market Outperformer", wenn sie davon ausgehen, daß die Kursentwicklung dieser Titel besser sein wird als die Entwicklung Branchenindex.
 
Overweight:
siehe Übergewichten

P & Q

Parketthandel:
Bezeichnet den Handel von Wertpapieren an der Präsenzbörse; Gegensatz Computerhandel.

Performance:
Bezeichnet die Wertentwicklung einer bestimmten Anlage über einen vorgegebenen Zeitraum hinweg.

Put:
Übliche Bezeichnung für eine Verkaufsoption, die während einer bestimmten Laufzeit das Recht verbrieft, ein vorgegebenes Basisinstrument zu einem festgelegten Preis zu verkaufen; siehe auch Call.
 
Quartalsbericht:
In den USA üblicher, in Deutschland i. d. R. freiwilliger Bericht über die Umsatz- und Ertragsentwicklung eines Unternehmens über das jeweils abgeschlossene Quartal.

R

Rallye:
Bezeichnet eine schnelle, kräftige und positive Entwicklung an der Börse.

Rating:
Systematische Bewertung der Kreditwürdigkeit eines Emittenten. Durch die Kreditkrise, ist das nur noch Bullshit…
 
Rezession:
Die konjunkturelle Entwicklung innerhalb einer Volkswirtschaft verlangsamt sich, die Investitionsneigung nimmt analog zum Konsumverhalten ab. Maßstab hierfür ist das Bruttosozialprodukt.

Risikostreuung:
Verteilen des Anlagerisikos auf verschiedene Anlageinstrumente.

S

S&P 500:
Der S&P 500 ist ein amerikanischer Aktienindex, der von Standars & Poor’s publiziert wird. Er umfaßt 500 Unternehmen.

Schlusskurs:
Letzter Kurs eines Wertpapiers, der an einem Handelstag festgestellt wird; siehe auch Eröffnungskurs.

Schwach/schwächer:
Bezeichnet die Tendenz an einem Börsentag, an dem die Notierungen deutlich nachgeben bzw. verlieren.

SDAX:
Der SDAX ist ein minütlich ermittelter Index der Deutschen Wertpapierbörse. Der Index setzt sich zusammen aus den nach dem DAX und M-DAX einhundert größten inländischen Aktien. Es erfolgt eine Bereinigung um Bezugsabschläge und Dividendenzahlungen, d. h. der SDAX ist ein Performance-Index.

Sehr fest:
Kursentwicklung an einem Börsentag, der geprägt ist von deutlichen Kurssteigerungen, begleitet von sehr lebhaften Umsätzen.

Sell-Out:
"Ausverkauf", panikartige Verkäufe von Wertpapieren, die kräftige Kursverluste zur Folge haben; meist zum Schluß einer Baisse.

Shareholder Value:
Konzept der Unternehmensführung, das auf die Steigerung des Aktionärsvermögens ausgerichtet ist.

Short – Oder auch shorten, geshortet, Leerverkauft.
Ist der Begriff für: Wir verkaufen eine Aktie die wir gar nicht besitzen. Als Beispiel nehme ich Volkswagen (VOW).
Sie sind der Meinung das der Kurs von VOW sinken wird, dies kann verschiedene Gründe haben z.B. Überbewertet, schlechte Nachrichten, Trend usw. Wir verkaufen VOW für 100,- Euro je Aktie (nicht vergessen wir haben die Aktie gar nicht) der Kurs sinkt jetzt auf 80,- Euro. Bei einem Short muß man um eine solche Aktienposition aufzulösen, die Aktie KAUFEN, da man diese ja gar nicht hatte, die war nur geliehen von der Bank/Broker usw. Wir kaufen die Aktie für 80,- Euro und haben beim VERKAUF 100,- Euro bekommen. Daraus kommt ein Gewinn von 20,- Euro.
So das ganze Spiel geht aber auch anders herum und dann kann es RICHTIG TEUER werden. Wir haben VOW zu 100,- Euro verkauft und der Kurs entwickelt sich nicht so wie wir es erwarten, der Kurs steigt auf 120,- Euro. Um nicht noch mehr Geld zu verlieren kaufen wir jetzt die Aktie zu 120,- Euro. Damit haben wir 20,- Euro verloren.
Das Problem beim Shorten ist im Grunde genommen nur eines: Der Verlust kann unendlich sein !!! UNENDLICH man kann nicht nur den Einsatz verlieren, NEIN man kann ein Vielfaches davon verlieren. Bestes Beispiel ist Volkswagen im Dezember 2008, der Kurs stieg von 300,- Euro auf über 1.000,- Euro innerhalb von Stunden, sehr viele Shorties (so werden Leute genannt die shorten) wurden dabei ruiniert. Bekanntes Beispiel ist Herr Merckle (inzwischen Verstorben), er hat über 1 Milliarde verloren.
Zudem kann man auch nicht bei jedem Broker bzw. Bank shorten. Es gibt in Deutschland nur eine Handvoll Broker bzw. Banken bei den man das Shorten beantragen kann. Die Bekanntesten sind e-Trade und die SINO AG.

Small Caps:
Aktien der sogenannten "zweiten oder dritten Reihe", Gesellschaften also, deren Streubesitz lediglich zwischen 25 und 250 Millionen Euro liegt.

Spekulationssteuer:
Als Spekulationssteuer bezeichnet man eine Einkommenssteuer, die auf Gewinne aus Börsengeschäften anfällt, wenn zwischen Kauf und Verkauf nicht mehr als 12 Monate (Spekulationsfrist) verstrichen sind. Diese Steuer wurde 2009 abgeschafft und an deren Stelle ist die Abgeltungssteuer getreten. 25% Abgeltungssteuer+ Kirchensteuer und Soli. = ca. 28,5 %. Wir freuen uns…

Spin-Off:
Ausgliederung eines Unternehmensteils, in der Absicht, dieses als rechtlich eigenständige Unternehmen an die Börse zu bringen; die Deutsche Telekom AG plante zum Beispiel, seinen Internet-Provider "T-Online" auszugliedern und an die Börse zu bringen.

Split:
siehe Aktiensplit.

Spread:
Differenz zwischen Geld- und Briefkurs.

Stammaktie:
Aktienart, die in Deutschland am gebräuchlichsten ist; dem Anteilseigner sind die durch das Aktiengesetz vorgesehenen Rechte wie z. B. das Stimmrecht garantiert.

Stopp Buy:
Ein Stopp Buy ist Kaufauftrag, der billigst ausgeführt wird, sobald der Kurs das vom Anlieger gesetzte Limit erreicht bzw. überschritten hat.

Stopp Loss:
Ein Stopp-Loss ist ein Verkaufsauftrag, der bestens ausgeführt wird, sobald der Kurs das vom Anlieger gesetzte Limit erreicht bzw. unterschritten hat. Wird im Rahmen von Risk & Money Management eingesetzt.

Streubesitz:
Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien einer Aktiengesellschaft, im Gegensatz zum nicht umlaufenden Aktienteil der Großaktionäre.

Strike:
Andere Bezeichnung für Basispreis, Hauptsächlich bei Optionsscheinen.

T

Tagesgültig:
"Tagesgültig" bezeichnet einen Kauf- oder Verkaufsauftrag an der Börse, der nur bis zum Börsenschluß des jeweiligen Tages gültig ist.

Taxkurs:
Siehe Kurszusatz

Technische Wertpapieranalyse:
Methode, um aus Kurs- und Umsatzverhalten eines Anlageinstrumentes in der Vergangenheit die zukünftige Kursentwicklung voraussagen zu können; Gegensatz Fundamentalanalyse

Thesaurierung:
Unter Thesaurierung von Gewinnen versteht man die Nichtausschüttung der Gewinne einer Unternehmung. Weiterhin bedeutet Thesaurierung die Wiederanlage von Zinsen oder anderen Erträgen aus Wertpapieren in neuen Wertpapieren.

Timing:
Wahl des "gewinnbringendsten" Zeitpunkts zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren.

Totalverlust:
Verlust des gesamten investierten Kapitals bei Geschäften an der Börse.

Trader:
Ist jemand der Aktien kauft und verkauft, meist Hauptberuflich; Händler, der Trading betreibt.

Trading:
Das kaufen und Verkaufen von Aktien oder andern Wertpapieren, ist ein NEUDEUTSCHES Wort für Börsenhandel, Aktienhandeln.

Trend:
Stabile Kursentwicklung in eine bestimmte Richtung; Steigende under auch Sinkende Kurse, siehe auch Baisse und Hausse.

Turnaround:
Amerikanische Bezeichnung für die Trendwende bei der Ertragsentwicklung eines Unternehmens. Nach langer Verlustzone wird erstmals wieder ein Gewinn ausgewiesen. Bei einer Aktie ist dies zu verstehen, dass der Kurs wieder am steigen ist und dabei wichtige Unterstützungslinien durchbrochen hat.

U

Übergewichten / Overweight:
Wenn Analysten bei bestimmten Aktien "Übergewichten" empfehlen, raten sie dem Anleger, die Position der bestimmten Aktie zu erhöhen.

Übernahmeangebot:
Angebot an die Aktionäre einer Aktiengesellschaft, die in deren Besitz befindlichen Anteilsscheine zu einem bestimmten Kurs, der i.d.R. höher als der aktuelle Börsenkurs ist, zu erwerben; meist verbunden mit einer vorgegebenen Frist und/oder einer prozentualen Mindestangebotsgröße, z.B.: bis zum 31.Dezember 2009 müssen verbindliche Zusagen über mindestens 95 Prozent aller Aktien des betreffenden Unternehmens vorliegen.

Überzeichnung:
Bei der Emission eines Wertpapiers ist die Nachfrage größer als das Angebot.

Ultimo:
Letzter Tag eines Kalendermonats, eines Quartals oder eines Jahres. Eine Order die Ultimo gestellt ist wird am Ende eines Monats normalerweise gelöscht, sofern sie nicht vorher ausgeführt wurde.

Underlying:
siehe Basisinstrument

Underperformer / Underperform:
Analysten bewerten Aktien eines Unternehmens als "Underperformer" oder "Market Underperformer", wenn sie davon ausgehen, daß die Kursentwicklung dieser Titel schlechter sein wird als die Entwicklung des Branchenindex.

Uneinheitlich:
Es läßt sich kein klarer Trend erkennen.

Underweight / Untergewichten:
Analysten geben sehr selten klare Verkaufsempfehlungen. Deshalb bedeutet "Untergewichten" für viele Börsianer "verkaufen". Es handelt sich noch nicht um eine Verkaufsempfehlung, eher um eine Vorstufe dazu.

Unterstützungslinie:
Bereich, in den der Kurs einer Aktie / Rohstoff bereits mehrmals zurückgegangen ist, um sich anschließend wieder zu erholen; wird dieser Unterstützungsbereich durchbrochen, wird sie zur Widerstandslinie

V

Verfallstag bzw. Verfallstermin:
Vertraglich festgelegtes Datum, bis zu der ein Handel in den entsprechenden Derivaten stattfindet. Danach verfallen die entsprechenden Rechte wertlos. Häufig bei Optionsscheinen und bestimmten Zertifikaten.

Verkaufsoption -/schein:
Siehe Put.

Volatilität:
Die Maßeinheit für die Schwankungsintensität und somit das Kursrisiko z. B. eines Wertpapiers oder Rohstoffs über einen bestimmten Zeitraum.

Vorbörse/ Vorbörslich:
Börsenhandel außerhalb der offiziellen Börsenhandelszeiten, z.B. Lang & Schwarz.

Vorstand:
Das Hauptorgan einer Aktiengesellschaft; eine oder mehrere Personen, die eigenverantwortlich die Unternehmensführung einer AG übernommen haben. Kann man auch als Geschäftsführer bezeichnen.

W

Wachstumswert:
Bezeichnet ein Unternehmen, das sich durch stabiles überdurchschnittliches Ertragswachstum ausgezeichnet hat, ist von der Definition hoch spekulativ anzusehen.

Wall Street:
Das Synonym für den US-amerikanischen Aktienmarkt; abgeleitet vom Sitz der New Yorker Börse, der sich in der Wall Street, einer Straße in Manhattan, befindet. An der Wallstreet befinden sich die Nasdaq, SP 500 und der Dow Jones, sowie einige nicht so bekannte Börsenplätze.

Warrant:
Übliche Bezeichnung für Optionsschein, egal ob Put oder Call.

Wertpapierkennummer:
Sechsstellige Zahl, die Wertpapieren zugeordnet wird und der eindeutigen Identifizierung dient, siehe WKN.

Widerstandslinie:
Ist ein Bereich, in den der Kurs einer Aktie/Rohstoff usw. bereits mehrmals angestiegen oder abgestiegen ist, um sich anschließend wieder zu korrigieren; wird dieser Widerstandsbereich durchstoßen, wird er zur Unterstützungslinie

WKN/WPKN:
Geläufige Abkürzungen für Wertpapierkennummer. Ist meist eine 6-stellige Zahl, zur eindeutigen Identifizierung eines Wertpapiers.

Window-Dressing:
Ist kurz gesagt eine KURSMANIPULATION, es ist eine gesetzlich nicht reglementierte Art der Kursmanipulation durch Kapitalanlagegesellschaften oder andere Kapitalsammelstellen, die vor Bilanz- und somit Bewertungsstichtagen dazu dient, die Kurse nach oben zu treiben, um "Bilanzkosmetik" zu betreiben.

X, Y & Z

Xetra:
Exchange Electronic Trading; computergestützte Plattform für den Wertpapierhandel; der Vorläufer hieß IBIS

Xetra DAX:
DAX, auf Basis des XETRA-Handelssystems berechnet wird, es handelt sich um ein Computersystem. Der Handel geht über Xetra extrem schnell, da Computer die Trades abwickeln und nicht mehr die klassischen Börsenmakler..

Yield:
englischer Begriff für Rendite, Verzinsung.

Zeichnung:
Abgabe eines Kaufangebots für Wertpapiere vor deren Emission

Zeichnungsfrist:
Zeitraum in dem die Zeichnung, für neue Aktien erfolgen kann

Zertifikat:
Ein Zertifikat ist eine Bescheinigung über die Hinterlegung und den Besitz von Wertpapieren bei Investmentgesellschaften. Das heißt das der Herausgeber ein Lieferversprechen gibt mit diesem Zertifikat. Ein Zertifikat können beispielsweise unterschiedliche Aktien oder ein/mehrere Index/e enthalten. PROBLEM: Es handelt sich um ein Liefer bzw. Zahlungsversprechen, geht die Bank oder der Herausgeber PLEITE ist der Geld WEG. Bestes Beispiel ist die Pleite der Lehmann Brothers. Alle Zertifikate sind von heute auf morgen WERTLOS geworden. Auch Garantiezertifikate sind davon betroffen.

Zins:
Preis, der vom Kreditnehmer für die Überlassung von Kapital zu zahlen ist.

Zuteilung bei Neuemisionen:
Besteht bei Neuemissionen eine Nachfrage die größer ist als das Angebot, wird die Zahl der neuen Aktien zugeteilt. Die Aktien werden nach einer definierten Quote verteilt.